Letzte Werbung e.V. startet große Bundestagspetition

BürgerInnen können jetzt für “Werbepost nur auf Wunsch” stimmen

Berlin am 11. November. Ab heute können BürgerInnen jeden Alters in ganz Deutschland die Bundestagspetition “Werbepost nur auf Wunsch” mit der Id-Nr. 100969 unterzeichnen. Briefkastenwerbung soll, ähnlich dem Opt-In System von Email-Marketing, nur noch eingeworfen werden, wo ein “Ich möchte Werbung” Aufkleber angebracht ist. Hintergrund ist die Verschwendung von Ressourcen wie Holz, Papier, Energie und Wasser und die damit einhergehende Belastung für unsere Umwelt. Ins Leben gerufen wurde die Petition von der Bürgerinitiative Letzte Werbung. Mehr Informationen und Anleitung zum Mitmachen gibt es auf www.nur-auf-wunsch.de.

Laut neuen Berechnungen der Justus-Liebig Universität Gießen landen jährlich ca. 35 Kilo nicht-adressierte Werbepost im Briefkasten. Obwohl Umfragen zufolge nur 17% der Bevölkerung diese Werbung gerne erhält (YouGov), haben aktuell nur ein Viertel aller Haushalte einen “Keine Werbung”-Aufkleber angebracht (Deutsche Post). Das bedeutet, dass der Großteil der Werbepost umsonst produziert und verteilt wird. Das ist nicht nur eine enorme Verschwendung von Ressourcen, sondern auch eine Belastung für unsere Entsorger. Neben Umweltschutz ist Werbepost ist auch ein Verbraucherschutzthema: Im vergangenen Sommer haben 72.000 BürgerInnen dem Erhalt von Einkauf Aktuell widersprochen, die Deutsche Post möchte sich jedoch nicht daran halten. Die Initiative hat mit mehreren Betroffenen Klagen eingereicht, für ein schnelles Handeln ist jedoch die Regierung gefragt. “Mit der Umkehr des Systems können wir erreichen, dass die Werbung nur noch bei BürgerInnen landet, die sie wirklich wünschen. Wir können Papier einsparen, Wälder vor der Abholzung schützen und gleichzeitig Verbraucherrechte stärken.”, so Sebastian Sielmann, Gründer der Initiative Letzte Werbung.

Das in der Petition geforderte Gesetz hat ein erfolgreiches Vorbild. Die Stadt Amsterdam hat das “Keine Werbung”-System bereits vor zwei Jahren auf den Kopf gestellt. Nicht-adressierte Werbung darf nur noch in Briefkästen mit “Ja” Aufkleber eingeworfen werden, bei Missachtung droht ein Ordnungsgeld von 500 Euro. Es werden jährlich ca. 6 Millionen Kilo Papier und 700 Fahrten der Müllabfuhr eingespart. In Deutschland liegt das geschätzte Einsparpotential bei 65.500 Fahrten der Müllabfuhr und 780.000 Tonnen Papier im Jahr.

Auf www.nur-auf-wunsch.de wird die offizielle Unterschriftenliste mit Petitions-Id.-Nr. 100969 zum Ausdrucken bereitgestellt. BürgerInnen in ganz Deutschland werden dazu aufgerufen, die Petition nicht nur selbst zu unterschreiben, sondern auch Freunde, Familie und Kollegen dazu zu bewegen. Die Unterschriftenliste kann einfach als Scan oder Foto per Mail, Fax oder postalisch an den Bundestag gesendet werden.

Über Letzte Werbung

„Letzte Werbung” ist eine Non-Profit-Organisation, deren Ziel es ist, deutsche Briefkästen von unerwünschter Werbepost zu befreien. Die GründerInnen des gemeinnützigen und unabhängig agierenden Vereins möchten so nicht nur der Verschwendung wichtiger Ressourcen entgegenwirken und die Systeme entlasten, die von den Wurfsendungen besonders betroffen sind, sondern auch die Verbraucherrechte stärken. Gemeinsam mit ehrenamtlichen HelferInnen aus Deutschland und Österreich leistet „Letzte Werbung” Aufklärungsarbeit und strebt letztlich eine Änderung der Gesetzeslage die Briefkastenwerbung betreffend an.

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